hhanoi morgen in Berlin!

Der Innsbrucker Singer/Songwriter hat mich schon mehrmals auf Konzerten verzaubert. Es wird Zeit, dass ich ihn euch vorstelle:

Und wem das jetzt gefallen hat, der sei eingeladen, im Intersoup vorbeizuschauen. Am 21.04. um 21 Uhr geht es los. Wir sehen uns dort!

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How To Survive At 30 Degrees Over Zero

Immer wieder, wenn Berlin zu einem Kochtopf wird, wundere ich mich über das fahrlässige Verhalten meiner Mitmenschen – einschließlich mir selbst. Die meisten tun so, als wäre die Stadt die gleiche wie zuvor – nur eben heißer. Ich glaube, dass man die Hitze ernster nehmen sollte. Nicht im Sinne von „Der Spaß ist hiermit vorbei“, sondern im Sinne von: „Oh. Ganz schön heiß hier. Vielleicht sollte ich nicht so durch die Gegend hetzen wie sonst.“ Das sollte man ja eh nicht, aber bei 30 Grad und stehender Luft sollte man ein paar Basics beachten… hier meine Top 5 für einen 30-Grad-Survival-Guide.

1. Sei  l a n g s a m

Jede Bewegung verlangt deinem Körper etwas ab. Nimm das bewusst wahr – und hör endlich auf, wie ein Großstadttrottel von A nach B zu rennen. Das ist das perfekte Wetter, um Bewusstheit zu trainieren. Wenn ich mega langsam durch die Stadt gehe, habe ich den Eindruck, manchmal angeguckt zu werden als ginge es mir nicht gut. Die Königsdisziplin von Langsamkeit ist übrigens Bewegungslosigkeit. Bleib mal auf einem belebten Ort einfach stehen – das ist ein irres Gefühl.

Langsamkeit dauert natürlich länger – also plane mehr Zeit ein für das, was du heute vor hast.

2. Nimm dir wenig vor

Das ist eine andere Möglichkeit, Langsamkeit zu ermöglichen – indem du dir weniger vornimmst. In Ländern, wo die Menschen an heiße Stunden gewöhnt sind, gibt es den halben Tag lang Fiesta, Läden haben zu, das öffentliche Leben schläft. Ich bin gespannt, wann das in Deutschland eingeführt wird. Klimawandel sei Dank… hüstel.

3. Wasser, Wasser, Wasser

Na ja, das muss ich wohl nicht großartig erläutern… trink genug! Wenn man schon im Sitzen schwitzt, dann will ich mir gar nicht ausmalen, wie viel Wasser man verliert… immer was dabei haben und notfalls auf irgendeiner Toilette nachfüllen oder auch sich mal trauen zu fragen, ob die Flasche mit Leitungswasser aufgefüllt werden könnte. (Das klappt natürlich besser dort, wo kein Wasser verkauft wird.)

4. Sorg für Schatten auf der Birne!

Für mich der unglaublichste Punkt in dieser Liste… aber tatsächlich: Die Leute laufen ohne Sonnenschutz rum! Und ich frage mich immer, wie die das aushalten! Sogar die, die schon Sonnenbrand haben, schützen sich nicht! Ein Hut, ein Tuch, ein Schirm – alles kann zum portablen Schattenspender werden. Die Sonne ist schon längst kein netter Planet mit Lachgesicht mehr, sondern voll der Burner – im wahrsten Sinne des Wortes.

5. Chillen statt Grillen

Die bisherigen Punkte klangen vielleicht megaernst, aber das dient doch allem nur der Möglichkeit, die hohen Temperaturen auch zu genießen – ohne Sonnenbrand und Hitzestich. Wenn du also die Möglichkeit hast, versuch zu chillen – statt dich wie ein Hähnchen grillen zu lassen.

Findet ihr meine Liste hysterisch oder nützlich? Ich freue mich auf Kommentare – wenn ihr noch nicht geschmolzen seid 😉

Eure Christina

Quartett

Ein jedes Ding, das du auf Erden findest,

kannst du teilen in vier Teile

schrieb einst der große Universalgelehrte Aristoteles.

Doch wie ich nur zwei Dinge zu glauben habe, nämlich 1. dass ich lebendig bin und 2. dass ich Gott geschaffen habe (mit einer Häckselmaschine), stehe ich vor den Toren der Erleuchtung und wundere mich. Niemand empfängt mich. Kein Prinz, keine Prinzessin, kein Engel, kein Gott. Wo kann das enden, hier oben im Elfenbeinturm? Der Zaster ist weg und ich bin froh drum, doch viel schwerer wiegt die Last aller Gedanken, die ich mir im Leben gemacht habe. Wie viele Blätter habe ich gefüllt? Wie viele Scheine habe ich berührt? Alles ging durch mich hindurch und alles passierte meine Hände. Jetzt stehe ich vor den Toren der Erleuchtung und muss mich wundern. Niemand macht mir auf. Ich halte meinen Koffer voller Gedankenblätter, er ist schwer und macht Abdrücke in den Wolkenboden, wann immer ich ihn kurz abstelle. Ich lasse ihn los und er fällt durch die Wolken hindurch! Ich aber bleibe stehen und warte. Daheim wäre ich längst ausgetickt, doch hier empfinde ich nur eine himmlische Ruhe. Etwas müde von all dem Empfinden setze ich mich auf eine Wolkenbank. Sie wird zum Sessel und empfängt liebevoll meine Gliedmaßen.

– – –

Was ist das? Ich schrecke hoch, ich liege in meinem Bett, der Wecker klingelt, nein, nein, ich will zurück, zurück! Da oben war ich allein, aber die Einsamkeit hier ist tausendmal schlimmer. Ich bin ein gefallener Engel, ich bin ins Bett gefallen. Auch hier sind Federn. Wie im Wahn laufe ich in die Küche, hole ein Messer, springe ins Bett, schlitze die Kissen auf. Wie in Trance bin ich, ich kann nicht an mich halten, ich hole Kleber herbei, Flüssigkleber, ich nehme jede Feder einzeln und klebe sie mir an den Rücken. Später wird der Arzt sagen: „Nur gut, dass Sie keine Heißklebepistole haben.“ Aber das interessiert mich jetzt nicht. Ich klebe und klebe, der Geruch vom Kleber benebelt meine Sinne, ich klebe und klebe und klebe und atme und weine und lache, mein ganzes Leben scheint mir so sinnlos ohne Kleber, Federn und dieses unbekannte Leid, das ich in mir trage.

Irgendwann liege ich, alle Viere von mir gestreckt, in meinem Bett. Der Atem geht schwer, ich lächle vor mich hin und summe ein Weihnachtslied. So findet mich meine Mitbewohnerin. Der Krankenwagen kommt und ich höre, wie die Menschen, die mich mitnehmen wollen, nach Luft schnappen, ehe sie die Handschuhe über ihre Handgelenke schnippen lassen. Den größten Genuss habe ich, als ich ihre verdutzten Gesichter sehen kann. Verschwommen zwar, aber deutlich in ihrer Verdutztheit. Ich lächle milde vor mich hin. Mit einem Engel haben sie wohl nicht gerechnet.