DIE GELIEHENEN WORTE oder ALS ICH NOCH KREATIV WAR | TEIL I
 

Es war einmal…

eine Geschichtenerzählerin, die ihre Worte verlor. Sie ging in die Welt, doch die Worte fand sie nie wieder – stattdessen fand sie sich selbst.

So oder so ähnlich trägt es sich tagtäglich in Europa zu, wenn junge Menschen älter werden und ihre Kreativität verlieren. Sie verlieren ihre Muse, zweifeln an sich selbst, und dann bringen sie sich um oder oder werden Alkoholiker. Oder „kriegen nichts auf die Reihe“, so wie ich mich manchmal beschreiben würde: Keine Ausbildung, kein Job, immer auf der Suche nach dem IRGENDETWAS. Nach der Muse vielleicht?

Wieder einmal fällt mir auf und missfällt mir, wie wir auf Kunst und Künstler schauen. Warum betrauere ich den Verlust des Schaffens anstatt mich zu freuen, so beschenkt worden zu sein? Warum sehne ich mich so sehr zurück in die Zeit, da ich noch Kunst schaffte?

Klar hat sich das schön angefühlt und klar ist das meine Sehnsucht nach Anerkennung, aber worauf ich hinauswill, ist der Glaube, dass ich alle Macht über meine Kreativität hätte, dass ich nur die richtige Methode finden müsste, um wieder auf den richtigen Pfad zu kommen. So als gäbe es ein Schräubchen zum Drehen, das ich nur finden müsste.

Dieser Glaube ist Irrsinn. Ich wurde beschenkt, mit Worten, mit schönen, starken, inspirierenden, witzigen Worten. Ich schrieb sie nieder, ich stelle sie anderen vor, ich flüsterte sie, ich schrie sie, und immer stand ich hinter ihnen. Und hinter mir stand dieses ETWAS, von denen die Worte kamen, diese geliehenen Worte, von diesem mystischen ETWAS.

Wer mehr über dieses ETWAS erfahren möchte, sollte sich Elizabeth Gilberts Vortrag dazu anhören – ich liebe es, wie sie das Ganze auf den Punkt bringt. http://www.ted.com/talks/elizabeth_gilbert_on_genius (Untertitel vorhanden)

Wer mehr über mich erfahren möchte, sollte weiterlesen.

 

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